Bilder von Steinmetz, Grabstein, Bildhauer, Grabmal, Restaurierung der Bildhauerei Schaaf in der Metropolregion Rhein Neckar Mannheim am Hauptfriedhof. www. bildhauerei-schaaf.de

Willkommen auf der Internetseite der Bildhauerei SCHAAF

Seit über 100 Jahren ist unser Familien-Meisterbetrieb bemüht,
ästhetisch ansprechende und handwerklich vollkommene Grabmalezu schaffen.

Wir glauben, dass dies der einzig richtige Weg ist, dem Andenken eines geliebten Menschen gerecht zu werden.

Bei uns finden Sie eine Vielfalt von Grabmalen in unterschiedlichen Formen und Gesteinsarten, ebenso passende Schriften, Symbole und Grabschmuck.

Unsere Internetseite soll und kann kein persönliches Gespräch ersetzen,
denn nur im Dialog können wir Ihre Wünsche erfragen und auch individuell erfüllen.

Wir würden uns daher freuen, Sie persönlich begrüßen zu dürfen.

 
 

Die Bildhauerei Schaaf in Mannheim.

Der Bildhauer-Meisterbetrieb Schaaf in Mannheim, die Metropolregion Rhein Neckar, am Hauptfriedhof, ist seit 1911 bemüht, ästhetisch ansprechende und handwerklich vollkommene Grabmale zu schaffen. Unter anderem bietet er: Steinmetz arbeiten, Grabstein, Bildhauer, Grabmal, Restaurierung an Stein, Marmor und Granit Elementen, Grabmale, Grabsteine, Steinbildhauer, Hauptfriedhof Mannheim Naturstein und Marmor, Granit Einfassungen, Steinabdeckplatten, Grablichter, Steinskulpturen und alles was man unter Steinmetz Handwerk versteht. In der Ausstellung des Steinmetz Meisters Schaaf in der Chelius Straße findet man eine große Auswahl an Grabmalen vielfältiger Formen und Gesteinsarten.

Mehr aus der Wikipedia Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Steinmetz

Der Steinmetz (Plural: Steinmetze oder Steinmetzen; lateinisch aciscularius bzw. lapicida, lapidarius) übt einen der ältesten handwerklichen Berufe aus. Sein ursprünglicher Werkstoff war Naturwerkstein. Heute bearbeitet er ebenfalls Betonwerkstein bzw. Kunststein und verwendet neben althergebrachten Hand-Werkzeugen auch Maschinen. In seinen in der Regel nach Plänen erstellten Objekten dominiert die geometrische Gestaltung. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Grabsteine als allein stehende Objekte oder um Bauelemente wie Steintreppen oder verzierende Teile oder Ornamente in und an Bauwerken. Im Unterschied zum Steinmetz arbeitet der Steinbildhauer, der in Deutschland die ersten beiden Ausbildungsjahre gemeinsam mit den Steinmetzen absolviert, stärker gestaltend. Er ist weniger an geometrische Formen gebunden.

Eine verbreitete historische Bezeichnung für Steinbildhauer und Steinmetze war Steinhauer, unter dem man heute nur noch den Arbeiter im Steinbruch versteht, der dort die Rohlinge abbaut und für den Steinmetz oder den Steinbildhauer zurichtet. Weil diese Arbeit heute meistens maschinell und industriell-automatisiert geschieht, ist der Beruf des Steinhauers in vielen Gebieten der Welt nicht mehr zu finden. Davon ausgenommen sind einige weniger industrialisierte Länder, in denen zudem aufgrund der Traditionsverbundenheit und der religiösen Einbindung sehr viel ornamentale und bildnerische Arbeit für Steinmetze und Steinbildhauer anfällt. Ein Beispiel dafür ist Indonesien, insbesondere Bali.

Wortherkunft

Zur Etymologie gibt das Duden-Herkunftswörterbuch an: „mhd. steinmetze, ahd. steinmezzo; der zweite Bestandteil ist aus dem Galloromanischen entlehnt; das vorausliegende vlat. matio, macio »Maurer, Steinmetz« [vgl. frz. maçon »Maurer«] gehört aber letztlich zur germ. Wortgruppe um machen in dessen alter Bed. »bauen, errichten«“[1]

Länderspezifische Besonderheiten

Unterschiedliche Entwicklungen der Steinmetzen im deutschsprachigen Raum (Schweiz, Österreich und Luxemburg) waren und sind marginal und können deshalb vernachlässigt werden. Sowohl die früheren als auch die heutigen (2008) Steinbearbeitungstechniken und das Steinmaterial unterscheiden sich nicht. In den Alpenrepubliken ist allerdings die Verwendung von Naturstein wegen regionaler Vorkommen umfangreicher.

In der Lehrlingsausbildung gibt es kleinere Unterschiede. In den deutschsprachigen Ländern wird nach dem dualen Ausbildungssystem ausgebildet. Das bedeutet, dass die Steinmetzen die Fertigkeiten im Betrieb und in gesonderten Lehrgängen in der überbetrieblichen Ausbildung und die Theorie in der Berufsschule erlernen. In den meisten anderen europäischen Ländern, beispielsweise in Italien, Frankreich und in Spanien, findet die Ausbildung nur schulisch und nicht in den Betrieben statt.

Unterschiedlich stellt sich seit etwa 1900 die nationale Entwicklung aufgrund länderspezifischer Organisationsformen in Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern dar. In Deutschland und in Luxemburg gibt es Handwerkskammern (HWK), die für die Überwachung und Abwicklung der Lehrlingsausbildung und die Abnahme der Meisterprüfung zuständig sind. In den Gremien der HWK sind sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite vertreten. In den Gremien, die ausschließlich für die Berufsausbildung zuständig sind, sind auch die Berufsschullehrer vertreten. Teilweise delegieren HWK die Abnahme der Gesellenprüfungen an die Steinmetzinnungen.
Des Weiteren gibt es in Deutschland die Industrie- und Handelskammern (IHK), die für die Ausbildung der Industrie-Steinmetzlehrlinge und Natursteinmechaniker zuständig sind. Da die Anzahl der Industrielehrlinge gering ist, haben die IHK zum Teil die Abnahme der Prüfung der Steinmetz-Facharbeiter an die Handwerksorganisationen abgegeben, während die Natursteinmechaniker an zentralen Orten vor Prüfungskommissionen der IHK die Prüfungen ablegen.
In Österreich gibt es die Wirtschaftskammern, in denen die Steinindustrie und das Steinmetzhandwerk in einer Organisation zusammengefasst sind. Die Zuständigkeit für die Ausbildung liegt bei den Wirtschaftskammern bzw. bei den von ihnen beauftragten Steinmetz-Fachorganisationen.

In der Schweiz gibt es keine Handwerkskammern. Zuständig für die Ausbildung sind die Steinmetz-Fachverbände.

Ein weiterer Unterschied ist: In Österreich, in Luxemburg und in Deutschland können nur Steinmetz- und Steinbildhauermeister einen Betrieb gründen und führen. In der Schweiz können dies auch Gesellen.

Geschichte

Urgeschichte

Gesamtansicht der Ausgrabungen von Göbekli Tepe mit steinernen T-Pfeilern (Aufnahme 2001)

Die ältesten Steinmetzarbeiten sind Halbreliefdarstellungen an Felsgesteinen der Dordogne aus der altsteinzeitlichen Kultur des Aurignacien (zirka 40.000 Jahre alt), wie vom Fundplatz La Ferrassie. Im Solutréen und Magdalénien (vor etwa 20.000 bis 14.000 Jahren) gab es eine Blütezeit von Reliefs an Felswänden, wie die Auerochsen im Abri Fourneau du Diable oder den Pferdefries im Abri Cap Blanc.

Die Monumentalität von Steinmetzarbeiten wird im Vorderen Orient erstmals mit den steinernen T-Pfeilern vom Göbekli Tepe und Nevali Cori um 10.000 bis 9.000 v. Chr. deutlich.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Grabstein

Grabsteine (veraltet: Leichenstein) sind bearbeitete, meistens beschriftete massive Natursteine, die auf Friedhöfen in der Regel am Kopfende eines Grabes freistehend aufgestellt sind. Dabei gehört meistens je ein Grabstein zu einem Grab. Grabsteine dienen in den meisten Kulturen und allen großen Religionen zum Totengedenken sowie zur oberirdischen Kennzeichnung einer Grabstelle.

Heutige Grabsteine weisen im Regelfall die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen auf, ein Kreuz oder andere Symbole, und manchmal kleine Bilder oder einen Grabspruch. Die Gestaltung kann durch eine Friedhofsordnung geregelt sein. In alpinen Regionen sind statt Grabsteinen auch Grabkreuze üblich oder früher Totenbretter.

Geschichte

In der Antike wurden außerhalb von griechischen, griechisch-römischen und römischen Städten ganze Gräberstraßen angelegt (Athen, Pompeji, Via Appia bei Rom), die neben kleinen Baulichkeiten, Tempeln und Monumenten mit zahlreichen Grabsteinen (Stelen) besetzt waren. Römische Grabsteine mit Inschriften und Reliefdarstellungen fanden sich überall dort, wohin sich die römische Herrschaft und Kolonisation erstreckte.

Grabplatten des 17. und 18. Jahrhunderts auf dem Fußboden der Kirche St. Gommarus in Enkhuizen
Redender Stein auf Föhr. Das Schiffsmotiv ist typisch für Seefahrergemeinden

Die Christen übernahmen die römische Sitte, Grabsteine und Steinsarkophage vor den Toren der Stadt zu errichten. Mit der aus der Reliquientranslation in die Kirchengebäude einhergehenden Suche nach dem fürbittenden Beistand der Heiligen entwickelte sich der Brauch, den geistlichen und weltlichen Adel, später auch wohlhabende, um die Kirche verdiente Bürger in Gewölben unter dem Fußboden der Kirchen, Kapellen und Kreuzgänge zu bestatten. Als äußeres Zeichen des Bestattungsortes wurden oberhalb des Fußbodens Grabplatten mit Inschriften und den Reliefbildnissen der Verstorbenen eingelassen. Diese Grabplatten wurden entweder aus Marmor, Sand-, Kalkstein, Granit, Schiefer oder auch Metall (Messing, Bronze) gefertigt. Als der Fußboden der Kirchen nicht mehr ausreichte, wurden die Grabplatten an den Wänden und Pfeilern der Kirchenschiffe und Kapellen aufrecht stehend befestigt. Im weiteren Verlauf wurden auch die in den Fußboden eingelassenen Grabplatten aufgerichtet, um sie vor der Zerstörung durch den Abrieb der Fußtritte zu schützen. Andere Grabsteine wurden auch für andere Funktionen, wie für Treppenstufen wiederverwendet. Die Weiterverwendung zeitgenössischer Grabsteine nach Ablauf der Grabnutzungsrechte ist stark umstritten. Teilweise werden vor einer Weiterverwendung für profane Zwecke die Unkenntlichtlichmachung der Inschriften vorgenommen.

Andere Gemeindemitglieder wurden außerhalb der Kirche im unmittelbar angrenzenden Terrain (Kirchhof) bestattet. Hier wurden ebenfalls Grabsteine errichtet, die oft an den Kirchenmauern befestigt wurden. Seit dem 18. Jahrhundert setzten sich aufrecht stehende Stelen durch. Im Zeitraum vom 17. zum 19. Jahrhundert wurden Grabsteine in manchen Regionen mit langen biographischen Inschriften versehen. Sie werden deshalb mitunter als „redende“ oder „sprechende“ Steine bezeichnet.[1][2]

Da Grabsteine aus Granit und anderen Gesteinen teuer waren, wurden vielfach auch Grabmäler oder Kreuze aus Holz verwendet, die jedoch aufgrund der geringeren Haltbarkeit oft vergangen sind. Auf den friesischen Inseln verwendeten die Walfänger Walknochen, insbesondere auf Vlieland sind solche „Grabsteine“ noch erhalten geblieben.

Grabsteine in verschiedenen Kulturen

Christliche Traditionen
Bei Gräbern in christlichen Kulturen werden meist der Name des Verstorbenen und das Geburts- und Todesdatum (oder nur das Jahr) angegeben. Insbesondere in katholischen Ländern sind Bilder der Verstorbenen üblich. Grabsteine werden oft mit biblischer Ornamentik versehen, im evangelischen Raum sind auch Bibelsprüche auf folgende Äußerung Luthers hin üblich.

„Wenn man auch sonst die Gräber wollte ehren, wäre es fein, an die Wände, wo sie da sind, Sprüche aus der Schrift darüber zu malen oder zu schreiben, dass sie vor Augen wären, denen, so zur Leiche oder auf den Kirchhof gingen.[3]

Jüdische Grabsteine
Sie heißen Mazevot und sind oft mit Symbolen versehen (zum Beispiel Segnende Priesterhände, Levitenkanne, Schofar), die auf die Bedeutung des Toten im Leben hinweisen sollen. Oft ist die Inschrift auf einer Seite hebräisch, auf der anderen in der Landessprache. Es ist üblich, dass die Hinterbliebenen bei einem Besuch des Grabes einen (dauerhaften) Kieselstein auf den Grabstein des Toten legen. Dafür sind (lebende, also verderbende) Blumen oder Pflanzen nicht im Gebrauch.
Osmanischer Grabstein (Istanbul, 19. Jahrhundert)
Grabsteine im Islam
Es kann ein Grab nach der Beisetzung mit einem Grabstein versehen werden, der den Namen und das Alter des Verstorbenen (sowohl nach dem Lunarkalender des Islams diesen eingravieren, als auch nach gregorianisch geprägten Solarkalender), die Namen des Vaters oder der Mutter, Blumenornamentik, Bilder der Verstorbenen, schriftliche Verweise auf ihre Todesursachen, Koranversen und Hadithen beinhalten kann. Hier gibt es teilweise Unterschiede, je nach Ethnie und Land, oder nach Gesichtspunkten wie wirtschaftlicher, politischer und sozialer Status des Verstorbenen.
Gräber in Japan
Es wird üblicherweise der Grabstein mit Grab der Familie xy beschriftet, die einzelnen beigesetzten Familienmitglieder werden, wenn überhaupt, nur auf der Rückseite aufgelistet. Die Familienzugehörigkeit wird patrilinear bestimmt. Bräuche und Pflege variieren, jedoch besuchen viele Familienangehörige die Gräber ihrer Familie zum Anlass des Obon-Festes.

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildhauerei

 

Der Begriff Bildhauerei umfasst das ganze Feld der Herstellung von Skulpturen und Plastiken in Kunst und Kunsthandwerk. Das Wort steht allgemein für die Tätigkeit. In der Umgangssprache kann es auch das fertige Kunstwerk bezeichnen („eine gelungene Bildhauerei“) und die Bildhauerkunst insgesamt. Seltener wird eine Werkstatt oder das Unternehmen eines Bildhauers als Bildhauerei bezeichnet.

Ursprünglich war ein Bildhauer ein Handwerker, der das Bild aus dem Stein oder Holz „haute“, also aus dem Material herausschlug. Schon in der Enzyklopädie von Krünitz (18. Jahrhundert) ist aber nachzulesen, dass es nicht nur um eine hauende Tätigkeit geht; er definierte den Bildhauer als Künstler, „der […] Bilder schnitzet, hauet, gräbt und schneidet“.[1] Inzwischen hat sich die Bedeutung erweitert und umfasst meist auch den Bereich modellierend-künstlerischer Arbeit. Beim bildhauerisch-plastischen Arbeiten können heute ganz verschiedene Materialien kreativ bearbeitet und zusammengefügt werden.

 

Werkstoff und Technik

Allegorie der Bildhauerei mit den Attributen Fäustel und Werk,
Skulptur von Johannes Benk am Kunsthistorischen Museum in Wien

Viel augenfälliger als in der Malerei wird in den plastischen Künsten das Material mit seinem jeweils eigenen Charakter zur Geltung gebracht. Es ist Träger von Bedeutungsinhalten wie Dauerhaftigkeit oder Kostbarkeit, es kann Spannung, Härte, Weichheit oder Schärfe ausdrücken, es verhält sich ganz unterschiedlich zu Licht und Raum, auch zeigt es vor allem fast immer überaus deutlich die Spuren der Bearbeitung durch den ausführenden Künstler.[2]

Der Entstehungsprozess einer Skulptur kann Ausführungen in verschiedenen Materialien durchlaufen. Griechische Bronzen wurden von den Römern in Marmor kopiert. Der mittelalterliche Bronzegießer benutzte ein Wachsmodell. Seit der Renaissance diente ein Bozzetto aus Ton, Wachs, Stuck oder Weichholz den Bildhauern als Entwurf. Die Gipsform mit ihrer unbeschränkten Möglichkeit des An- und Abtragens ist eine Vorstufe vieler neuzeitlicher Bronzegüsse.

Stein

Hauptartikel: Steinbildhauer und Steinmetz

Alabaster

Als Alabaster werden einige chemisch unterschiedlich zusammengesetzte Gesteine bezeichnet, die ähnliche Eigenschaften haben. Die weiße Farbe verleiht ihnen Ähnlichkeit mit Marmor, Alabaster ist aber weicher, leichter polierbar und noch durchscheinender als dieser. Im 14. bis 16. Jahrhundert sind in England gefertigte Alabasterreliefs in viele europäische Länder exportiert worden.

Marmor

Weißer Marmor selbst scheint erstmals auf den Kykladen um 3000 vor Christus bildhauerisch Verwendung gefunden zu haben und bestimmte seitdem in seinen verschiedenen Varietäten die Bildhauerkunst der Antike. Sorten: Marmor aus Naxos ist nicht durchscheinend und hat eine grobkristalline Struktur. Auf Paros wird eine leicht grau schimmernde Sorte, aber auch ein körniger, ganz weißer Marmor gebrochen. Athen bezog den Stein oft vom nahegelegenen Pentelikon, seine Farbe tendiert zu einer leicht grauen oder gelblichen („goldenen“) Färbung. Die Römer gewannen weißen Marmor in den Apuanischen Alpen. Dort liegt auch Carrara, dessen blendend weiße Sorte seit dem 13. Jahrhundert wieder von den Bildhauern geschätzt wurde.

Kalk- und Sandstein

In Frankreich war Kalkstein, in Deutschland Sandstein das häufigste Material für die gotische Bauplastik. Die Neuzeit kennt kaum noch Einschränkungen für die Materialwahl der Bildhauer.

Harte Minerale für die Glyptik

Antiker Augustus-Kameo, Sardonyx als Schmuckstein des Lotharkreuzes. Aachen, Domschatz
Hauptartikel: Jade

Jade ist ein hartes, in allen Schattierungen von Grün erscheinendes Mineral. Es kommt selten in Stücken vor, die größer als etwa 30 Zentimeter sind. Am wichtigsten war Jade in der chinesischen Kultur.[3]

Andere Hartgesteine aus der Familie der Quarze: Karneol, Chalzedon, Hämatit, Achat und andere wurden für die kleinen Kunstwerke verwendet, die Gemmenschneider zu Schmuckstücken und Siegelsteinen verarbeiteten und im kleinen Format oft erstaunliche Beispiele der Reliefkunst schufen. Bei Kameen wurden die unterschiedlichen Schichten der Steine gern für eine farblich unterschiedliche Heraushebung bestimmter Bildelemente benutzt.

Leichter als Hartgestein lassen sich bestimmte Muschelschalen zu Kameen verarbeiteten, so verwendeten italienische Handwerker im 19. Jahrhundert bestimmte Schneckenmuscheln für solche Reliefs.[4]

Hartgesteine

Porphyrkopf des Amenhotep II., Louvre

Im großen Format wurden harte Eruptivgesteine wie Granit, Porphyr oder Diorit für Herrscherdarstellungen in der ägyptischen Kunst verwendet. Ein anderes historisches Zentrum war Südindien.

Porphyr wurde in der römischen Kaiserzeit nur für dekorative und architektonische Elemente benutzt. Die berühmten Tetrarchen vom Markusdom in Venedig aus dem vierten Jahrhundert sind als Skulpturen eine Ausnahme, zumal die Gewinnung im fünften Jahrhundert eingestellt worden war und erst in der italienischen Renaissance des 16. Jahrhunderts vereinzelt wiederentdeckt wurde. Porphyr lässt sich nur schleifen, aber kaum mit dem Meissel bearbeiten.[5] In der Moderne, in der technische Hilfsmittel zur leichteren Bearbeitung zur Verfügung stehen, werden Granit und ähnlich widerstandsfähige Steine gern als dauerhaftes Material für Skulpturen im Freien benutzt.

Holz

Hauptartikel: Schnitzen und Bildschnitzer

Elfenbein

Hauptartikel: Elfenbeinschnitzerei

https://de.wikipedia.org/wiki/Grabmal

Ein Grabmal (mhd. meil „Zeichen“) ist ein Gedenk- und Erinnerungsmal an der Grabstätte eines Toten. Die häufigsten Formen sind heute Grabsteine, Grabplatten und Grabkreuze. Ein architektonisch gestaltetes Grabmal kann Bestandteil eines Grabes oder eines Grabbaus sein.

Grabmäler im weiteren Sinne sind Grabhügel, Grabkapellen, Grabhäuser und Grabkammern.

Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

Der Brauch Grabmäler zu errichten, lässt sich in Europa erst für die Jungsteinzeit (nach 6000 v. Chr.) mit Sicherheit belegen. Der Menhir, ein aufrecht stehender unbehauener hoher Stein von kultischer Bedeutung, wurde auch auf oder neben Gräbern errichtet. Man findet ihn in England, Frankreich und Deutschland, vereinzelt auch als Lochstein. Figurenmenhire, Steinplatten mit Relieffiguren in Menschengestalt, gibt es in Südfrankreich und auf Korsika. Die einfachste Form der Megalithgräber (gr. „Großsteingräber“) ist der Dolmen, ein vorgeschichtlicher Grabbau unter einem mächtigen Deckstein, der früher von einem Erdhügel überwölbt war.

In Ägypten ist seit Beginn des Alten Reiches (ca. 2800 v. Chr.) die Pyramide die Form des Königsgrabmals und die Mastaba das Grabmal für hohe Beamte. In der Vorgeschichte des Mittelmeerraums ist das Kuppelgrab als Form des Fürstengrabes weit verbreitet. Seit dem späten 16. Jahrhundert v. Chr. in der mykenischen Kultur entwickelt, findet man es von Spanien im Westen bis nach Kleinasien. Der schönste und am besten erhaltene Vertreter dieses Typs ist das als Schatzhaus des Atreus bekannte Grabmal in Mykene. Neben den in einen Hang hineingebauten Kuppelgräbern mit einer steinernen Kuppel über einem kreisförmigen Grundriss gibt es die Kammergräber. Diese in den Felsen gehauenen oder in der Erde aufgemauerten Grabmäler kommen in zahlreichen Formen vor; die sehr tief eingegrabenen nennt man Schachtgräber.

Antike

Bis in die Zeit des Hellenismus (4.–1. Jh. v. Chr.) kennt die griechische Kultur kein architektonisch gestaltetes Grabmal. Die Grabstätte wird durch eine Statue auf einem Sockel markiert oder durch eine Grabstele, eine aufgestellte Platte aus Stein mit dem als Relief gestalteten Bildnis des Toten im Kreis seiner Familie. Diese zum Teil künstlerisch wertvollen Grabmäler werden im 4. Jahrhundert v. Chr. als Gräberluxus verboten und durch marmorne Grabvasen (Amphore) ersetzt, schlanke kannenförmige Gefäße, die manchmal mit Darstellungen des Grabkultes verziert sind. Erst unter römischer Herrschaft (nach 146 v. Chr.) tauchen in Griechenland wieder größere Grabreliefs auf.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. hat sich in Kleinasien eine Form des Turmgrabes entwickelt, eine mit Reliefs versehene Grabkammer auf einem hohen Steinpfeiler (Harpyengrabmal bei Xanthos in Lykien). Später ist dann ein hochgelegter Sarkophag von einer reliefgeschmückten steinernen Umfriedung umgeben (Gjölbaschi in Lykien). Aus der Vereinigung dieser beiden Typen entsteht der Grabtempel auf einem hohen Sockel mit Reliefschmuck (Nereidenmonument von Xanthos). Diesem neuen Typ gehörte auch das Grabmal des Königs Mausolos von Karien († 353 v. Chr.) an, das Mausoleion oder Mausoleum, das allen späteren monumentalen Grabmälern den Namen gab. Die Formen des Turmgrabes und des Grabtempels haben sich im römisch beherrschten Mittelmeergebiet verbreitet; die Grabmäler an der Via Appia bei Rom und das Grabmal des Theoderich in Ravenna sind Beispiele. Es gibt aber auch Monumente, denen das alte Rundgrab Vorbild war, beispielsweise das Augustusmausoleum und die als Grabmal für Kaiser Hadrian († 138 n. Chr.) begonnene Engelsburg in Rom. Der Grabstein war im Alten Rom ein Grabdenkmal für den Soldaten, der in der Ferne ums Leben gekommen war. Die Steinplatte mit dem Brustbild des Verstorbenen im Relief ist meist in der Nische eines Grabbaus angebracht. Gelegentlich wird neben alten mythologischen Themen auch das Leben des Toten in einem Relieffries geschildert (Igeler Säule). Zum anderen wurde im Kenotaph seit römischen Zeiten im Gegensatz zum Grab ausschließlich die Erinnerung wachgehalten; er enthält keine sterblichen Überreste.

Bei den Etruskern und in frühchristlicher Zeit werden Tote in Katakomben bestattet. In die Wände der unterirdischen Gänge sind neben- und übereinander rechteckige Grabnischen in den Fels gehauen. Durch eine Steinplatte mit dem Namen des Verstorbenen wurden sie verschlossen. Der Sarkophag, ein meist kunstvoll verzierter Sarg, war bei fast allen Völkern des Altertums in Gebrauch. Der Typus des reliefgeschmückten Sarkophags der Etrusker wird von den Römern übernommen und variiert. Dem heidnisch-römischen Sarkophag fügen die frühen Christen ihre Symbole hinzu und bald auch neue Motive.

Mittelalter

Im Mittelalter ist die Kirche der Ort für das künstlerisch gestaltete Grabmal. Ursprünglich gab es hier nur das Märtyrergrab in der Krypta, dann wurden dort auch hohe Geistliche, Gründer und Stifter beigesetzt. Es folgten die Gräber im Chor und in anderen Bereichen der Kirche. Grabplatten bilden die älteste und zahlenmäßig größte Gruppe der Grabmäler. Aus Stein oder Bronze gefertigt, bedecken sie das Grab des Verstorbenen. Die Inschrift überliefert seinen Namen und den Todestag, die Wappen bezeugen seine Herkunft. Bei der Tumba ist die Grabplatte nicht in den Boden eingelassen, sondern sie liegt über dem Grab auf einem rechteckigen Unterbau aus Stein. Später hat die Tumba einen sarkophagartigen Aufbau und ist häufig von einem Baldachin überdeckt. In Deutschland wird seit dem 11. Jahrhundert vereinzelt, dann in zunehmender Zahl, auf der Grabplatte die Gestalt des Toten dargestellt. Jetzt gewinnt das Grabmal an künstlerischer Bedeutung. Die Bronzegrabplatte Rudolfs von Schwaben († 1080) im Merseburger Dom ist das früheste erhaltene Beispiel. Für die zunehmende Körperlichkeit und Natürlichkeit der Figuren ist das Doppelgrabmal Heinrichs des Löwen und seiner Gemahlin im Braunschweiger Dom (1230–1240) ein herausragendes Zeugnis.

In Frankreich entwickelte sich die Grabmalkunst erst seit dem 13. Jahrhundert. Im Chor der Kathedrale von Saint-Denis, in dem von jetzt an die französischen Könige beigesetzt wurden, wird die Entwicklung deutlich. Auch in England hat die Grabfigur einen großen Anteil an der überlieferten mittelalterlichen Skulptur. In Italien wird seit dem späten 13. Jahrhundert das Grabmal immer aufwändiger gestaltet, und der Gedanke an Ruhm und Ehre des Verstorbenen gewinnt an Bedeutung (Skaligergräber in Verona). Im 14. Jahrhundert ist die Figur des Verstorbenen vollplastisch ausgebildet (Przemyslidengräber im Veitsdom in Prag).

Die Tumba bekommt im 14. Jahrhundert ein neues Gesicht: Klagende Gestalten (Pleurants) erscheinen auf ihren Wänden im Relief. Später umschreiten sie vollplastisch gestaltet die Tumba, oder sie tragen die Platte mit der Liegefigur des Toten (Claus Sluter, Grabmal Philipps des Kühnen in Dijon). In Deutschland kommt gegen Ende des Jahrhunderts ein anderer Typ des Grabmals auf, das Epitaph als Grabdenkmal. Das in Italien und Frankreich verbreitete Wandgrabmal bekommt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts den Charakter eines weltlichen Denkmals (Santa Croce und San Miniato al Monte in Florenz). In Deutschland ist hierfür das Grabmal Herzog Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg ein Beispiel.

Grabmäler gehörten in dieser Zeit nicht zu den Gedenkmöglichkeiten breiter Bevölkerungskreise. Sie waren im Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit der kirchlichen und der weltlichen Oberschicht vorbehalten.[1] Mit dem Höhepunkt im 16. Jahrhundert fand sich der Totenschild des Verstorbenen mit Wappen und Inschrift als Gedenktafel in einer Kirche oder Kapelle, ohne dass der Leichnam hier lag.

Neuzeit

Klassizistisch-romantische Grabarchitektur: Das Grab des Lederfabrikanten Söhlmann auf dem St. Nicolai-Kirchhof in Hannover, Rudolf Wiegmann, 1835

Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert wird auf Grabmälern die Vergänglichkeit alles Irdischen betont; der Tod wird als Knochenmann bildnerisch dargestellt. Der Gedanke an die Schrecken des Todes bestimmt neben dem Bemühen um Repräsentation auch noch die Barockzeit. Das ändert sich im späten 18. Jahrhundert. Nun werden die Empfindungen der trauernden Hinterbliebenen in allegorischen Szenen und in der Inschrift zum Ausdruck gebracht, und der Knochenmann wird vom sanften Engel abgelöst, der sich um die Seele des Verstorbenen kümmert. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts werden künstlerisch gestaltete Grabmäler in den Kirchen des Nordens nur noch selten errichtet; auch Adelige und Geistliche werden nun meist auf dem Friedhof begraben.

Grabmale unterliegen den Einflüssen wie die weltliche Architektur, die Entwürfe bei der Grabmalgestaltung folgen dem Klassizismus und den Strömungen der Romantik. Säulen, Pyramiden, Stelen und Cippi mit Schmuckobjekten werden zum zeitgenössischen Grabmal. Der oft individuelle künstlerische Entwurf weicht vielfältigen Typengrabmalen aus Katalogen industrieller Fertigung. Trotzdem werden aus Repräsentationsmotiven der Grabeigentümer bis nach 1900 aufwändige Grabanlagen errichtet.[2] Erst die Reformbewegungen zum Beginn des 20. Jahrhunderts verursachen Veränderungen in der Grabmalgestaltung, die zuvor die familiäre Repräsentation in den Mittelpunkt stellte. Eine besondere Rolle bringt die Einführung der Feuerbestattung mit sich: Urnengrabmale und Kolumbarien.[3][4] In den 1920er Jahren entsteht eine neue Form der Urnenbestattung, bei der man Reihenmauerstellen plante und errichtete. Das sind niedrige Mauern mit einer beschrifteten Tafel, vor der die Urne beigesetzt wird. Ein besonderes Beispiel dieser Art weist der Städtische Urnenhain in Dresden-Tolkewitz durch die Erweiterungsplanungen von Paul Wolf auf, von denen nur noch Teile erhalten blieben.[5][6]

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewinnt das Reihengrab mit gleichförmigen Grabmalen an Bedeutung. Jüngste Entwicklungen kommen mit den halbanonymen Gemeinschaftsgrabanlagen, wobei das Grabmal für eine Gruppe von Bestatteten verwendet und mit deren Namen versehen wird.[7] In der Sepulkralkultur des beginnenden 21. Jahrhunderts bestehen zwei Entwicklungen, einerseits Designergrabmale mit expressiven Lösungen und andererseits der völlige Verzicht auf individuelle Gedenkzeichen.[8] Eine spezielle Form neuzeitlicher Grabmalgestaltungen ergibt sich mitunter aus Grabpatenschaften, bei denen eine bestehende, nicht mehr belegte Grabanlage neu vergeben wird und im Einzelfall behutsam verändert werden kann.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Restaurierung

Als Restaurierung bezeichnet man die Wiederherstellung eines alten Zustandes, welcher oft im Laufe der Zeit verloren gegangen ist. Die an einer Restaurierung zu beteiligenden Fachgebiete richten sich nach den zu restaurierenden Objekten (z. B. Tafelbilder, Wandmalereien, archäologische Funde, Musikinstrumente, Oldtimer, Filme), den verwendeten Materialien (Holz, Textilien, Malfarben, Stein, Keramik, Papier, Leder, Metall, Glas) und den angewendeten Techniken.

Begriff Restaurierung

Nach der Definition des internationalen Museumsverbands ICOM beschreibt der Begriff „Restaurierung“ alle Handlungen, die die Wahrnehmung, Wertschätzung und das Verständnis für das Objekt fördern. Diese Maßnahmen werden nur dann ausgeführt, wenn ein Objekt durch vergangene Veränderungen oder Zerstörung Teile seiner Bedeutung oder Funktion verloren hat. Es gelten dabei die Grundsätze des Respekts für das Original und seine Geschichte sowie der Reversibilität. Beispiele für eine Restaurierung sind etwa das Zusammensetzen einer zerbrochenen Skulptur und die Rückformung eines Korbs.

Restaurierung unterscheidet sich damit von der Konservierung, die alle Maßnahmen umfasst, die den Zustand eines Objekts stabilisieren und das Eintreten künftiger Schäden verlangsamen sollen. Dabei spielen vor allem geeignete Umgebungsbedingungen eine Rolle. Des Weiteren kann z. B. eine Reinigung eine konservatorische Maßnahme darstellen.

Darüber hinaus gibt es Maßnahmen, die beide Bereiche umfassen können, z. B. das Entsalzen einer Keramik, die Entsäuerung von Papier oder das Aufbringen eines Schutzüberzuges.

Die Richtlinien für Restaurierung und Konservierung sind festgeschrieben im international gültigen Code of ethics.[3][4][5]

Geschichte und Restaurierungstheorie

Entwicklung der Leitvorstellungen

In den Anfängen der Restaurierung verstand man die Wiederherstellung eines Bauwerkes oder eines Kunstwerkes in einen früheren, als ursprünglich betrachteten Zustand. Die Vorstellung dieses Zustands orientierte sich teilweise am materiellen Bestand, teilweise aber auch an einer dem Objekt zugeschriebenen Bedeutung, die in einer neuen Gestaltung vermittelt werden sollte (Neugestaltung des Speyrer Doms in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts). Diese bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein geltende Vorstellung der Restaurierung führte letztlich zu den Ausbauten etwa des Kölner Doms, oder des Ulmer Münsters, aber auch zahlreicher weniger prominenter Objekte. Im Rahmen dieser Auffassung wurden Bedeutung und ästhetische Bewertung eng verknüpft.

Der Begriff wurde in den 1830ern durch den „Vater der Restaurierung“ Eugène Viollet-le-Duc geprägt. Nach diesem war Restaurierung ein Vorgang der Herstellung eines ursprünglich gedachten, vollkommenen Zustands, der möglicherweise so nie existiert hatte („Restauration – Le mot et la chose sont modernes. Restaurer un édifice, ce n’est pas l’entretenir, le réparer ou le refaire, c’est le rétablir dans un état complet qui peut n’avoir jamais existé à un moment donné.“ Zitat aus: Viollet-le-Duc, Eugène Emmanuel: Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle; 1886). Für Viollet-le-Duc war das Ziel der Restaurierung also die (Wieder-)Herstellung der ursprünglich geplanten Aussage eines Monuments. Dieser Auffassung widersprach in den 1840ern der englische Gelehrte John Ruskin. Er sah in der Restaurierung die Verfälschung des vorgefundenen Zustands und damit des Denkmalwerts eines Gebäudes („Do not let us talk of restoration, the thing is a lie from beginning to end. That spirit which is given only by the hand and eye of the workman, can never be recalled“ Zitat aus: Ruskin, John: The Seven Lamps of Architecture; 1849). Nach Ruskin sollte die Konservierung eine Restaurierung unnötig machen. Seine Auffassung prägte Kunsthistoriker und Denkmalpfleger: „Konservieren, nicht restaurieren“ war um 1900 die Forderung Georg Dehios, der maßgeblich am Aufbau der Denkmalpflege in Deutschland beteiligt war.

Dennoch setzte sich in der Denkmalpflege die Auffassung vom Werk als historische Quelle nur langsam durch. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Restaurierung nach und nach auch als Konservierung verstanden. Ziel der Konservierung ist es, den angetroffenen Bestand zu sichern und gegebenenfalls zu erschließen. Die Bedeutung des Objekts wird nicht mehr nur an der ästhetischen Komponente gemessen, vielmehr wird versucht, das Objekt für möglichst viele Ansätze der Bedeutungszuweisung offen zu halten. Diese Auffassung wurde 1964 in der Charta von Venedig niedergelegt, die die Zielvorstellungen der modernen Restaurierung formuliert und verbindlich festsetzt.